Wettbewerb
Neugestaltung Bahnhofsareal
Daten & Fakten

Bad Salzungen, Thüringen

2013
nichtoffener Ideenwettbewerb
3. Preis

in Zusammenarbeit mit:
TECTUM Hille Kobelt Architekten BDA, Weimar

Entwurfsverfasser:
- Ingo Quaas
- Roberto Kobelt
- Katya Seydel, Anja Thor

Fachberater Verkehr:
- Emanuel Selz (verkehrplus GmbH, Weimar)

Auszug aus der Beurteilung des Preisgerichts:

Bahnhofsareal Bad Salzungen entspannt
Der formulierte Leitgedanke der Entspannung des Entwurfes zielt sowohl auf eine „Klärung des Raumgefüges“ als auch auf eine „Entspannung der bestehenden Funktionsverflechtungen“. In diesem Sinne gliedert der Entwurf das Areal in drei Funktionsbereiche:
1. Ein der Stadt zugewandter, grüner, von Bebauung weitgehend befreiter Auftaktplatz öffnet die Sichtachse zwischen Bahnhof und Innenstadt und stellt durch seine grüne Gestaltung und seine Wegführung nachvollziehbar den Bezug zur Kurlandschaft jenseits der Gleise her. Die Verlegung des Busbahnhofs straßenbegleitend zur Bahnhofstraße unterstützt die intendierte Öffnung zu Stadt und Kur nachhaltig.
2. Ein mittiger, deutlich am freigestellten Bahnhofsgebäude orientierter „Bahnhofsplatz“ inszeniert den Übergang zum rückwärtigen Bahnsteig. Die unmittelbare Verknüpfung von Bus über Bahnhofsgebäude zum Bahnsteig erscheint sehr gelungen.
3. Ein westlicher, stark von Verkehrsfunktionen geprägter Platz stellt in seiner funktionalen Ausformung nachvollziehbar die Verknüpfung zum anschließenden Kauflandareal dar. Insbesondere die Anbindung an den Bahnsteig, die Wegeführung zur Kur und die Platzierung und funktionale Ausführung des Busbahnhofs mit der Sägezahnaufstellung sind gut gelungen.
...
Sehr positiv erscheint der Umgang mit dem Bahnhofsgebäude, das auf seinen Kernbestand zurückgebaut wird. Anstelle der beiden nachträglich angebauten Seitengebäude entstehen Terrassenbereiche, die sich u.a. durch eine rückwärtige Rampenanlage gut mit dem Bahnhofsplatz verknüpfen und das Gebäude zu
ihm öffnen. Ob die dargestellte Nutzung als „Radfahrerherberge“ wirtschaftlich darstellbar ist, muss geprüft werden. Die architektonische Umsetzung der Idee ist gleichwohl überzeugend. Die vorgeschlagene Umnutzung der Bahnsteige und anliegenden Gleise ist sehr kreativ und inspirierend, scheitert aber voraussichtlich an den Setzungen und Erfordernissen der Bahn.

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